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habe mut, zeig dich!

Katrin Weber ist Sichtbarkeitsexpertin und zeigt, wie man sich positioniert und den Mut findet, damit rauszugehen. Spannendes Thema. Sich und sein Business ins Rampenlicht zu stellen, fällt nicht immer leicht. Oder doch?

Katrin, dein Thema ist Sichtbarkeit. „Zeig dich“ dein Slogan. Wie bist du zu deinem Business gekommen?

Über Umwege… Positionierung ist ein Prozess und meine Eigene war es auch: Bevor ich zu meinem Business kam, war ich angestellt. Personalentwicklung und Organisation. Ich war in leitender Funktion, habe, aber auch operative arbeite gemacht. Irgendwann kam das hippe Thema Frauenförderung und Frauenquote auf. Bis dahin habe ich das etwas naiv betrachtet. Und dann habe ich gemerkt, dass dieses Thema mich echt beschäftigt hat und mich nicht losließ. So viele Frauen haben sich nicht getraut, sich zu zeigen, und wurden dadurch einfach nicht entdeckt. Sie haben sich angestrengt und viel geleistet, waren aber immer leise und zurückhaltend und wurden nicht gesehen. Am Ende ist es doch der Blender geworden, der sich laut positionieren konnte. Das hat immer zu Frust geführt. Und die Schuld wird immer bei den Frauen gesucht. Lange ich habe die Frauen in Schutz genommen. Ich habe versucht, mehr Frauen dazu zu befähigen, sich zu zeigen.

Dann bin ich selbstständig geworden. Und das Thema hat mich immer noch bewegt. Und ich habe das erste Mal das Gefühl von Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In den letzten Jahren habe ich viele Frauen kennengelernt mit wirklich tollen Ideen. Aber kaum eine Frau spricht jemanden an, um sich zu zeigen. Viele warten darauf, angesprochen zu werden. Ich will ihnen den Mut geben, ihre Ideen in die Welt zu tragen und sich zu zeigen.

Oftmals steht man auch zurück, weil der Mann Hauptverdiener ist und man sich selbst um die Kinder kümmert. Da steht das eigene Business hinten an.

Ein Aspekt ist für mich, die Selbstverantwortung zu betonen und zu bestärken. Es gibt keine fertige Lösung, die ich verkaufe. An sich selbst zu arbeiten ist zentral. Ich bin auch schuld, wenn es nicht funktioniert. Ich kann die Entscheidung treffen. Es liegt an mir diese Zeit einzusetzen. Mein Partner weiß manchmal gar nicht, wie wichtig das eigne Business für mich ist. Ich habe mich auch lange geziert, bevor ich meinem Mann das gesagt habe. Die Familie muss einen aushalten und ich mich selbst. Mein Mann merkt, wenn ich meinem Herzensbusiness folgen darf. Ich bin viel ausgeglichener, ich strahle das in alle Lebensbereiche aus. Dafür habe ich die Verantwortung. Das finde ich ganz, ganz wichtig.

Wie reagieren Frauen darauf, wenn du ihnen diese Selbstverantwortung aufzeigst?

Ich versuche das behutsam, aber auch direkt zu machen. Jeder hat schon mal einen Kurs gemacht. Und da ist auch einer bei, den man nicht zu Ende gemacht hat. Es fehlt an Commitment. Dann muss ich ehrlich die Entscheidung treffen: Mein Business hat keine Priorität. Dann habe ich entschieden. Dann kann ich es auch wirklich angehen. Und es passiert so viel, wenn ich eine ehrliche Entscheidung getroffen habe.

Ich habe lange Leistungssport gemacht. Und da gibt es immer die Schuldzuweisung: „Ohne den Schiedsrichter hätten wir doch gewonnen. Aber: Wer die Schuld hat, hat die Macht. Das muss man sacken lassen, aber da steckt ganz viel drin. Andere sind dafür verantwortlich, ob ich erfolgreich bin oder nicht? Wenn ich das verstehe, kann ich eine richtige Transformation machen. Ich biete einen Prozess, die Lösung erarbeitet sich jeder selbst.

Wow, das klingt nach einer echten Herausforderung.

Die liegt darin für sich klar zu sein, wofür man steht. Sichtbarkeit ist das Ergebnis nach außen. Im Inneren liegt, was meine Mission ist und was mein Herzensthema ist. Ganz pathetisch gesagt: Was sind meine Werte, die nicht verhandelbar sind. Denn wenn wir gegen unsere Werte arbeiten, sind wir unglücklich. Und was für Lieblingsfähigkeiten habe ich. Aber nur weil ich was gut kann, heißt das nicht, dass ich das tun will. Wenn ich echte Antworten zu diesen Bausteinen habe, dann fällt mir es einfacher, sichtbar zu werden. Weil ich die Schmerzpunkte kenne, weil ich weiß, welche Lösungen ich bieten kann.

Ich frage mich nicht mehr: Was könnte ich posten – ich weiß genau, was ich zu erzählen habe. Ich kann mich einfühlen. Ich positioniere mich. Alle merken, sie versteht mich. Und nicht, weil ich nur so tue. Ich will ja auch nur die Kunden erreichen, denen ich helfen kann. Ich will ja auch nur positive Kundenstimmen haben. Am liebsten 10 von 10, die sagen, das ist das Beste, was mir passieren konnte.

Du hast eben gesagt, dein Herz hüpft dann. Wie wichtig ist die Leidenschaft für mein Business?

Positionierung fällt dann leichter. Und das war mein eigener Struggle, keine klare Positionierung. Es fühlte sich so an, als entscheide ich mich gegen einen Kunden. Ich würde heute von Anfang an meiner Leidenschaft folgen. Wenn ich das von Anfang an fühle, kann ich mit meinem Herzensthema starten. Und diese Freude strahlt man immer aus. Dadurch kommt Leichtigkeit, Sicherheit und auch Klarheit.

Ich habe das erst nicht verstanden, dass Positionierung meine Leidenschaft ist – und dann… Ab da passte auf einmal alles zusammen – es fügte sich alles zusammen. Ah, das ist Leichtigkeit, dann ist alles im Flow. Hat aber viel mit Beschäftigung zu tun – Positionierung ist eine Persönlichkeitsentwicklung, und zwar eine sehr tiefgehende.

Wenn ich die Klarheit habe, dann habe ich auch den Mut, finden mich zu zeigen. Klar kann es Gegenwind geben. Ich glaube, dass aber sehr viel mehr positiver Wind kommt. Was sagen die, für die ich das mache. Das zeigt mir, dass der Weg ein guter ist. Und dann kann ich die Deppen, die vielleicht kommentieren, vergessen.

Es ist eine Reise, das wird sich auch wieder ändern. Ja, jetzt volle Energie! Ja, jetzt allen davon erzählen. Positionierung kommt wieder, man entwickelt sich und sein Business ja weiter. Aber im Moment ist diese Klarheit da! Ein fester Stand, das andere kommt von allein. Ich z. B. schreibe ganz leicht – ich schreibe in vier Wochen 3 Blogartikel. Fällt es mir schwer, Inhalt zu liefern, dann muss ich mal wieder ran und mal schauen, ob das noch der Punkt ist, den ich weiter bedienen möchte.

Was meinst du, wachse ich durch mein Business, mein Business durch mich oder ist das eine Gegenseitigkeit?

Es ist eine Gegenseitigkeit, es bedingt einander. Ich glaube nicht, ich bin mein Business, aber es ist sehr geprägt durch meine Persönlichkeit. Wenn ich mir das vorstellen kann, wenn ich groß denken kann, dann kann mein Business auch groß werden.

Sichtbarkeit und gesehen zu werden, was macht das mit mir?

Eigentlich ist sie nur Mittel zum Zweck: Wir brauchen Selbstmarketing, um anderen das zu zeigen. Mit mir macht das, dass ich immer sicherer werde, mit dem, was ich tue, merke, dass ich richtig bin. Ich genieße das fast, wenn ich merke, dass man mich wahrnimmt und ich Rückmeldung bekomme. Das erfüllt mich total, meine Arbeit wird gesehen und wertgeschätzt. Das finde ich sehr erfüllend. Diese Rückmeldung bekomme ich auch nur, wenn ich mich zeige.

Ich habe gelesen, du gibst bald einen Live Workshop: Worum geht es da? Was lerne ich?

Wir sprechen darüber, wie man aus der Masse hervorsticht. Wie lautet mein Pitch. Wie schaffe ich es als Expertin wahrgenommen zu werden. Und wie spreche ich Kunden an, die zu mir passen. Und erzeuge ein rundes Bild damit.

Z. B. bei Coaches – ich soll mich entscheiden, mit wem ich arbeite: Ich spreche alle und niemanden an und gerade online ist das schwierig. Es ist ein Unterschied ob, ich Anna oder Dirk anspreche. Oder alle. Für wenn mache ich Yoga? Will ich Yoga für alle machen? Jeder hat seinen Schwerpunkt: Eigentlich möchte nur Yoga für Schwangere geben. Alles andere ergibt sich dann, wenn die Schwangeren bei mir glücklich sind, kommen sie auch gerne wieder zur Rückbildung. Aber wen spreche ich in erster Linie an? Wenn man sich festgelegt hat, ist es leichter. Wenn ich mit einer Person spreche, fühlt sich Anna angesprochen. Und ich kann mit ihr einen Dialog starten.

Privat oder persönlich?

Was macht mich aus? Ich kann Dinge erzählen, die mich bewegt haben. Ich kann leichter die Regeln bestimmen. Es ist immer persönlich. Ich muss die Person im Coaching kennenlernen. Mir hilft es auch, wenn wir uns klarmachen: „Menschen kaufen von Menschen“. Es hilft, wenn man herausfinden kann, wer der Mensch ist. Dafür muss ich aber keine privaten Dinge erzählen oder als Foto zeigen.

Hast du noch einen Tipp zum Abschluss?

Zu machen und auszuprobieren. Wenn ich klar bin, wenn ich die Bausteine habe, dann einfach zu machen. Fühl mal rein, was ist dein Kanal? Schreiben, per Video erzählen? Und dann seinen Weg zeigen. Ich kann alles wieder löschen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man Reaktionen erzeugt. Da kann auch was Negatives dabei sein. Aber auch das bedeutet, ich bin sichtbar und das ist total gut.

 

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