Zielgruppe: Digga, lies mal meinen Blogartikel! Fühlst du dich jetzt angesprochen?

Sprache der Zielgruppe - zwei erstaunte Damen

„Mama, das bockt nicht.“ „Ey Digga, chill mal.“
Zwei Lieblingssätze meines Sohnes. Und beides Dinge, die ich nie sagen würde. Jedenfalls nicht im Kundengespräch. Warum? Weil es nicht meine Sprache ist und auch nicht die meiner Zielgruppe.

Und damit sind wir mittendrin im Thema: Wenn du Texte schreibst, die andere überzeugen sollen, reicht es nicht, dass sie in deinem Kopf gut klingen. Sie müssen bei deinen Leserinnen und Lesern andocken. Und das geht am besten, wenn du ihre Sprache sprichst.

 

Was ist eine Zielgruppe?

Eine Zielgruppe ist die Gruppe von Menschen, die du mit deinem Angebot erreichen möchtest. Sie teilt bestimmte Merkmale wie Alter, Beruf, Interessen, Werte oder Herausforderungen. Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto gezielter kannst du deine Inhalte gestalten, in einer Sprache, die sie versteht, und mit Themen, die sie wirklich interessieren.

Im Marketing klingt das gleich nüchtern: Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt die Zielgruppe als alle Personen, die mit einer bestimmten Marketingaktivität angesprochen werden sollen. Für dich heißt das schlicht: Das sind die Menschen, für die du schreibst.

Deine Zielgruppe sind die Menschen, für die du schreibst. Sie teilen Merkmale wie Beruf, Werte oder Herausforderungen. Je besser du sie kennst, desto eher triffst du ihre Sprache.

Deine Website ist eine Unterhaltung mit deiner Zielgruppe

Also stell dir deine Zielgruppe einfach mal ganz genau vor: Was weißt du über sie? Wie alt ist sie? Was wissen sie bereits über dein Fachgebiet? Sind sie auch vom Fach? Welches Problem beschäftigt sie?

Du sitzt mit deiner Zielgruppe in einem Café und erzählst von deinem Business: Welche Lösung hast du parat? Warum bist du die Richtige? Wie erklärst du ihnen, was du für sie tun kannst? Stell es dir wie ein Gespräch vor. Was würden sie dich fragen? Welche Antworten musst du parat haben?

Was meinst du – verstehen sie dich?

Und damit sind wir mittendrin im Thema: Wenn du Texte schreibst, die andere überzeugen sollen, reicht es nicht, dass sie in deinem Kopf gut klingen. Sie müssen bei deinen Leserinnen und Lesern andocken. Und das geht am besten, wenn du ihre Sprache sprichst.

Wie finde ich die Sprache meiner Zielgruppe?

Du findest die Sprache deiner Zielgruppe, indem du ihr zuhörst und ihre eigenen Worte aufgreifst. Hör hin, frag nach und sammle die Begriffe, die immer wieder fallen.

Diese fünf Wege helfen dir dabei:

  1. Hör zu: Lies Kommentare, Rezensionen, höre auf Formulierungen in Gesprächen, Interviews oder in Gruppen deiner Zielgruppe.
  2. Frag nach: Welche Begriffe nutzen deine Kundinnen? Wie beschreiben sie ihr Problem oder ihren Wunsch?
  3. Achte auf Wiederholungen: Gibt es Sätze, Redewendungen oder Metaphern, die immer wieder auftauchen? Nutze sie!
  4. Erstelle ein Sprachprofil: Sammle typische Begriffe und schreibe dir auf, wie locker oder formell deine Zielgruppe spricht.
  5. Lies bei der Konkurrenz: Wie sprechen andere, die dieselbe Zielgruppe haben? Was funktioniert dort – und was passt nicht zu dir?

 

Ich frage meine Kunden oft: „Wie würde dein Zielkunde das sagen?“ Und nicht selten kommt dann ein viel besserer Ausdruck als der, den wir vorher stehen hatten.

Hör deiner Zielgruppe zu und greif ihre eigenen Worte auf. Lies Kommentare und Rezensionen, frag nach und sammle die Begriffe, die immer wieder fallen. Genau die gehören in deine Texte.

Sprache der Zielgruppe oder Markenton, wo ist der Unterschied?

Kurz: Dein Markenton ist deine Stimme, die Sprache deiner Zielgruppe sind ihre Worte. Das eine ist, wie du klingst. Das andere ist, wie deine Leser sprechen. Gute Texte bringen beides zusammen, ohne dass du dich verbiegst.

Wie du deine eigene Stimme schärfst, liest du hier: Markenton finden: Texte mit Persönlichkeit, die nach dir klingen. Und wenn du wissen willst, wofür deine Marke überhaupt steht, lohnt sich vorher ein Blick auf deine Markenidentität.

Dein Markenton ist deine Stimme, die Sprache deiner Zielgruppe sind ihre Worte. Gute Texte bringen beides zusammen, ohne dass du dich verbiegst.

Sprache ist Verbindung

Mein Sohn würde „Das bockt nicht“ sagen. Ich sage: „Das bringt uns gerade nicht weiter.“ Beides meint das Gleiche, kommt aber ganz anders an.

Wenn du willst, dass deine Zielgruppe sich abgeholt fühlt, dann sprich so, dass sie sich verstanden fühlt. Ohne dich zu verbiegen. Aber auch ohne an ihr vorbeizureden.

5 Tipps zum Ausprobieren

  1. Lies deine Texte laut vor: Klingen sie natürlich? Oder würdest du das so nie sagen?
  2. Ersetze Fachbegriffe: Stell dir vor, du erklärst es jemandem am Küchentisch.
  3. Teste Varianten: Welche Formulierung erzeugt eher ein „Oh ja, genau das!“ bei deiner Zielgruppe?
  4. Frag dein Umfeld: Lies deinem Wunschkunden (oder jemandem, der so tickt) einen Textabschnitt vor. Was versteht er sofort, was nicht?
  5. Schreib wie du sprichst: Verabschiede dich vom Schulaufsatz-Stil. Es geht um Verbindung, nicht um Benotung.

Oder anders gesagt: Wenn du „Digga“ sagst, obwohl du’s nicht meinst, wird’s cringe. Wenn du „konzeptionelle Kommunikationsanalyse“ schreibst, aber eigentlich „Texte, die gut ankommen“ meinst, wird’s kompliziert.

Sprich klar, ehrlich und so, wie deine Wunschkunden ticken.

Mini-Test: Wie klingt dein Text und wer versteht ihn eigentlich?

Schreibst du für deine Zielgruppe oder fürs Marketing-Bullshit-Bingo? Hier ein schneller Check:

 

✅ Fremdwörter-Alarm: Du nutzt Begriffe, die deine Kunden nicht kennen oder nur googeln könnten?
Beispiele: Synergieeffekte, resilient, holistisch, Funnel, USP, Performanceoptimierung.
Wenn du’s nicht am Küchentisch sagen würdest, schreib’s auch nicht auf.
Ausnahme: Wenn deine Zielgruppe auf deinem Wissensstand ist, z. B. Expertinnen oder Kollegen dann darfst (und sollst!) du Fachbegriffe nutzen. Wichtig ist nur: Sie müssen verstanden werden.

 

✅ Leere Floskeln: Da steht was wie „Ich begleite dich auf deinem Weg“?
Nett, aber: Was heißt das genau?
Floskeln sind okay – solange sie Substanz bekommen.
Beispiel: „Ich begleite dich auf deinem Weg mit einer klaren Strategie, wöchentlichen Calls und ehrlichem Feedback.“

 

✅ Wischiwaschi-Formulierungen: „Ich helfe dir, dein volles Potenzial zu entfalten“ klingt schön – aber wie genau machst du das? Mach’s greifbar!

 

✅ Fachsprache für Profis: „Ich unterstütze dich in der konzeptionellen Markenkommunikation mit Fokus auf deine Positionierung im digitalen Raum.“
Sag lieber: „Ich finde Worte, mit denen du online besser gefunden und verstanden wirst.“

 

✅ Plötzlich ein anderer Ton: Im Gespräch bist du locker im Text klingst du wie ein Bewerbungsschreiben? Dann stimmt der Ton nicht.

 

✅ Falscher Stil für deine Zielgruppe: Du redest zu Businesslike mit Menschen, die eher warm, direkt und unkompliziert angesprochen werden wollen? Dann redest du an ihnen vorbei.

 

Mach’s dir einfach: Schreib wie du sprichst  oder wie dein Wunschkunde spricht. Ehrlich, klar, auf den Punkt. So entsteht Verbindung.

Du willst den richtigen Ton treffen?

Dann buch dir dein kostenloses Erstgespräch. Wir schauen gemeinsam, wie du deine Zielgruppe besser erreichst mit Website Texten, die wirklich ankommen.