Call-to-Action: was er ist und wie er auf jeder Seite wirkt

Call-to-Action Bausteine auf Startseite, Salespage und Über-mich-Seite

Wo ist denn der Call-to-Action? 

Du landest auf einer Seite, liest den ersten Satz und denkst: da kennt sich jemand wirklich mit meinem Problem aus. Ich bin gespannt. Du willst weiter, nur wohin? Wo erfährst du mehr über den Anbieter, wo geht’s zum Angebot, wo kannst du buchen? 

Ohne Antwort verpufft die Begeisterung genauso schnell, wie sie kam. Wie du deine Kunden über die ganze Seite führst, steht im Artikel zur Kundenreise. Hier geht es um den Baustein, der das am Ende möglich macht, deinen Call-to-Action. 

Wirf mal einen Blick auf deine eigene Seite. Passiert das dort auch oder fällt dir das nur bei anderen auf? Weißt du, welche Call-to-Actions du überhaupt hast, wie sie wirken und wo sie eigentlich hingehören?

Was ist ein Call-to-Action?

Kurz gesagt ist ein Call-to-Action eine Aufforderung, die jemanden zur nächsten Handlung schubst.

Call-to-Action (CTA): eine Aufforderung, die Besucher zu einer konkreten nächsten Handlung führt.

Welche Arten von Call-to-Action gibt es?

  • Link, intern oder extern, oft mitten im Satz versteckt, ohne dass er sich optisch aufdrängen muss. Extern öffnet neu, intern bleibt im Fenster.
  • Button, eigener Hintergrund, klar als klickbar erkennbar.
  • Grafisches Element, eine ganze Newsletter-Box zum Beispiel, in der der Button nur der letzte Baustein ist.

 

Welche Form du wählst, entscheidet nicht der Geschmack, sondern das Ziel. Für einfaches Weiterlesen reicht ein Link, für einen Termin braucht es einen Button, und will jemand direkt kaufen, gehört ein Preis- oder Produktbezug direkt in den Button. Ein Ziel bestimmt die passende Form, mehr braucht es nicht.

Wie baut sich ein Call-to-Action auf deinen Seiten auf?

Diese drei Seitentypen folgen jeweils eigenen Regeln. Wer sie vertauscht, verschenkt Klicks.

Startseite

  1. Menü-Button im Header, bleibt beim Scrollen kleben, Text passend zum Hauptziel, „Termin buchen“ oder „Kostenlos anfragen“.
  2. Hero-Section, der erste Bereich ohne Scrollen, mit dem Button zu deinem Hauptangebot. Konkret schlägt nett, „Jetzt Erstgespräch buchen“ gewinnt gegen „Mehr erfahren“ um Längen.
  3. Weitere Abschnitte, jeder mit eigenem Thema, Über-mich, Blog, Leistungen, jeder mit eigenem passendem Button. Das sind Bausteine, keine Kette in Stein gemeißelt. Manchmal zieht das Über-mich vor, manchmal fällst du besser gleich mit dem Angebot ins Haus, je nachdem, wen du vor dir hast.
  4. Footer, der letzte planvolle Bereich, nicht die Resterampe: Menü-Übersicht, Kontaktfeld, Social Media, Impressum, Datenschutz, jedes Element mit eigener Aufgabe.

Salespage

  1. Hero-Section, sofort klar: bist du hier richtig oder nicht. „Du kämpfst mit X, hier ist die Lösung.“ Direkt daneben der Button, der sich durch die ganze Seite ziehen wird, „Jetzt buchen“. Ein Menü braucht diese Seite nicht, sie steht für sich allein.
  2. Vertrauen und Ablauf, mal Kundenstimmen zuerst, mal der Ablauf, je nachdem, was die Seite gerade hergibt. Bei einem etablierten Angebot verteilst du Kundenstimmen großzügig, bei einem neuen Angebot fehlt dafür naturgemäß die Substanz. Der Button bleibt bei jedem Abschnitt unverändert.
  3. Seitenende, der Button ein letztes Mal, für alle, die bis hierhin gelesen haben, ohne vorher zu klicken.

Über-mich-Seite/Team-Seite

  1. Geschichte zuerst, kein Button. Technisch ginge er auch schon hier, er würde nur ins Leere laufen, weil noch kein Vertrauen da ist.
  2. Kompetenz, Referenzen, Erfahrung, weiterhin ohne Button.
  3. Ein Link mitten im Fließtext, zu einem Blogartikel oder einer anderen Seite, ohne Kaufaufforderung.
  4. Seitenende, erst hier der eigentliche Button, zum Angebot oder zur Kontaktseite.
 
Übrigens: Für Teamseiten gilt wirklich dieselbe Reihenfolge, nur läuft der Vertrauensaufbau über Kompetenzen und Referenzen statt über eine persönliche Geschichte.

Wie baut sich ein Call-to-Action im Blogartikel auf?

Im Blogartikel gelten andere Regeln als auf den Seiten oben. Ein Erstbesucher will selten sofort „Jetzt Termin buchen“ lesen, deshalb reicht hier meistens ein weicherer Call-to-Action, ein interner Link zur passenden Leistungsseite. Steht im Header schon ein Termin-Button, darf der CTA im Artikel woanders hinzeigen, direkt aufs Angebot oder eine Salespage.

Bei langen Artikeln lohnt sich Wiederholung, in der Mitte, am Ende, aber immer derselbe Call-to-Action. Zwei Ziele im selben Artikel bedeuten meistens: keins gewinnt.

Am Ende jedes Artikels gehört zusätzlich eine Autorenbox hin. Auch das ist ein Call-to-Action, einer, der Vertrauen aufbaut und zur Über-mich-Seite führt.

Was macht deinen Call-to-Action wirkungsvoll?

Der Button ist der letzte Handgriff, nicht die Leistung. Wirkungsvoll wird er durch das, was davor steht. „Hier klicken“ ist kein Verbrechen, wenn der Satz davor schon sagt, was passiert: „Du willst wissen, was dein Projekt kostet? Dann klick hier.“ Ohne diesen Satz bleibt „Hier klicken“ hohl, vor allem wenn der Button allein in einer Sidebar oder im Footer hängt, ohne Kontext, ohne Vorlauf. Die Nielsen Norman Group zeigt das seit Jahren: vage Linktexte wie „Mehr erfahren“ helfen niemandem einzuschätzen, was hinter dem Klick wartet, wenn genau dieser Kontext fehlt. 

 

Drei Dinge bringen die Textvorbereitung tatsächlich voran:

  • Vorteil vor Feature: nicht „30 Tage Testphase“, sondern „Probier’s 30 Tage, ganz ohne Risiko.“
  • Einwand direkt vor dem Button entkräften: „Keine Kreditkarte nötig“ über „Jetzt kostenlos starten“ nimmt genau das Zögern weg, das sonst den Klick verhindert.
  • Problem und Lösung kurz zusammenziehen, bevor der Button kommt, statt nur allgemein Vertrauen aufzubauen.

 

Ein Testimonial oder eine konkrete Zahl kurz vor dem Button, und die Klickbereitschaft steigt zusätzlich. Das ist kein Trick, nur die Physik der Aufmerksamkeit. 

Du willst wissen, ob deine Call-to-Actions auf deiner Leistungsseite oder Über-mich-Seite am richtigen Platz sitzen? Buche dein kostenloses Erstgespräch.