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Getrennt und doch gemeinsam

GedingsDöns, das sind Nadine und Michaela, die beiden kreativen Köpfe, die Cooles zum Rumhängen, Rumstehen und Rumliegen gestalten. Im Interview haben mir die beiden erzählt, dass sie sich das letzte Mal Ende September gesehen haben. Wie sie trotzdem ihr Business rocken und womit und worauf wir uns noch freuen dürfen, gibt es jetzt:

Wie ist es zu zweit zu sein? Ein gemeinsames Business zu haben und das jetzt?

Wir sind eins durch das zu zweit sein. Wir sind komplett unterschiedlich mit und in unserem Können. Und dadurch ergänzen wir uns so, dass wir zu zweit wirklich eins sind. Das geht Hand in Hand, das läuft. Wir finden immer einen guten Nenner. Auch wenn wir mal was diskutieren und länger überlegen. Allein funktioniert Gedingsdöns nicht. Das macht es bei uns einfach aus.

Vor dem Interview habt ihr mir verraten, dass es eure Mission ist, an jeder Wand in jedem Haus eins eurer Botschaften Passepartouts zu sehen? Eine Passepartout-Weltherrschaft?

(Beide lachen) Das ist gerade etwas ins Stocken geraten, also die Übernahme der Weltherrschaft. Denn Passepartouts sind kein klassisches online Produkt. Dafür brauchen wir den stationären Handel. Ein Passepartout mit Botschaft braucht aber definitiv jeder zu Hause. Denn jeder hat zu Hause ein Lieblingsfoto. Der erste Babyfoto, ein Hochzeitsfoto oder das Foto mit der Freundin oder das eine Familienfoto oder ein Gruppenfoto mit Freunden. Vielleicht sogar vom Fotografen. Was oder welches Bild auch immer, jeder hat dieses eine Lieblingsbild. Und genau das zusammen mit dem Passepartout in einen Rahmen stecken, gibt noch mal den Pimp, zaubert das Lächeln ins Gesicht. Gibt den letzten Schliff und das Besondere. Und genau das ist der Sinn und Zweck unserer Passepartouts mit Botschaft.

Und jetzt durch Corona ist eure Mission ins Stocken geraten?

Ja! Wir waren in einem Laden in der „Lockdown-Pause“. Aber die Läden hatten für Weihnachten eingekauft. „Wir haben gerade so viel Ware und wir wissen ja auch nicht, wie es weitergeht“, war die Botschaft der Geschäftsinhaber. Die Leute kommen nicht in die Läden, die Ware lagert lange. Und die Geschäfte sind verunsichert, wofür welche Sachen sie Geld in die Hand nehmen. Die Bereitschaft ist gerade nicht so groß neue Produkte aufzunehmen, weil jeder gucken muss, wie weit er kommt. Das kommt dazu. Es liegt gar nicht daran, dass wir den Schritt nicht wagen die Geschäftsinhaber anzusprechen, sondern eher das die Läden sich im Augenblick selbst finden müssen.

Deswegen haben wir uns doch wieder entschieden, online an den Start zu gehen. Um unsere Passepartouts an die Wände zu bringen. Wir entwickeln da gerade was: Wir werden unser Produkt durch Videos in Szene setzen. Und wir werden die Passepartouts natürlich weiterentwickeln und wir haben vor Pakete anzubieten. Wir sind also wieder dabei uns umzubauen. Denn wir wissen nicht, wann wir wieder in den Einzelhandel einsteigen können.

Warum eigentlich Passepartouts?

Damit hat alles angefangen. Das war die erste Idee von Nadine: Ich wollt ich mich aus meinem alten Job freischwimmen. Den Gedanken Passepartouts habe ich schon lange gehabt und dann wieder verworfen. Aber er kam immer wieder hoch dieser Gedanke an die Passepartouts. Die Fotos mit einem coolen Spruch oder einem coolen Text auszustatten. Dann habe ich Michaela kennengelernt und dann dauerte es doch noch mal, bis ich von meiner Idee erzählt habe. Und wie das immer so ist, bei Gesprächen kamen wir auf das Thema und dann war die Lösung ganz nah und einfach. Michaela hatte das Equipment, also schon einen Plotter, zu Hause und ich hatte die Idee. Und so ist aus einer Spinnerei unsere Selbstständigkeit geworden. Klar gibt es noch andere Produkte, mit dem Plotter kann man ganz viel machen. Und da kommt auch noch mehr. Denn die anderen Produkte machen uns auch Spaß und, sie helfen an den Passepartouts festzuhalten und sie weiterzuentwickeln. Die Kunst ist sie groß werden zu lassen. Aber wir glauben da fest an unser Produkt und die Weltherrschaft.

Wie habt ihr denn 2020 -2021 gearbeitet? Zusammen? Getrennt? Wie ging das?

Gemeinsam – getrennt. Gemeinsam – einsam. Letztes Jahr unter den Lockerungen, als das Gespenst eine Zeit lang nicht so groß schien, da haben wir zusammengearbeitet. In unserem Werkraum steht ein Kalender, den nur Nadine umblättert. Das Kalenderblatt zeigt den 29.09.2020. Da war Nadine das letzte Mal im gemeinsamen Werkraum. Aber wir brauchen uns nicht in persona, also natürlich brauchen wir uns. Aber der Austausch ist das wirklich Wichtige. Und er funktioniert. Nadine arbeitet am Computer bei sich zu Hause und ich werke hier in unserem Kreativraum. Ja, gemeinsam – einsam trifft es aber im Endeffekt ganz gut. Wir sind weiter produktiv, aber über andere Kanäle.

Wir haben aber auch neue Sachen ausprobiert. Wie einen WhatsApp-Weihnachtsmarkt. Das war doch ganz schön stressig. So viele Bestellungen kamen rein, damit haben wir gar nicht gerechnet. Das hat uns mega gefreut. Und das hat uns gedanklich weitergebracht. Wie können wir das auffangen? Wir verschieben unglaublich viel nach hinten, denn die Kinder gehen im Homeschooling vor. Wir haben uns da gegenseitig den Stress rausgenommen, den man sich macht. Es macht ja keinen Sinn. Dann ist man abends nicht nur ausgepowert, sondern auch unter Druck, das bringt ja nichts. Das ist die Quintessenz: Wir müssen keinen Handstand in der Bratpfanne machen. Aber wir bleiben stets am Ball. Aber es geht halt nicht wie vor Corona.

Was kommt da noch von euch? Mit welchen neuen Ideen erfreut ihr uns bald?

Wir haben angefangen, Schmetterlinge mit Samenkapseln zu gestalten. Das geht in den Bereich der Nachhaltigkeit, um mal dieses Modewort einzuwerfen. Da frimmelt Michaela an weiteren fröhlichen Produkten rum, die in diese Richtung gehen werden. Also auch selbst was tun. Aktiv etwas Gutes tun. Wie eben bei den Schmetterlingen, Samen ausbringen, Blumen ziehen, selbst etwas in die Hand und dabei was Gutes entstehen lassen.

 

Also freue mich auf die Herrschaftszeit der Passepartouts-Ladies sehr. Und ich bin echt beeindruckt, dass es viele neue kreative Ideen gibt, obwohl die beiden „nur“ digital zusammenarbeiten. Und ganz nebenbei noch den Mama-Homeschooling-Alltag rocken.

 

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